Scherben der Vergangenheit
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Nachts im Gasthaus zum Silbermond  RSS feed
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Rinka



Joined: 30.04.2019 21:53
Messages: 7
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Rinka spähte in die Dunkelheit hinein, während sich eine andere Gestalt am Schloss der Tür hinter ihr zu schaffen machte. Ein leises Klicken, dann war die Tür geöffnet und die beiden Frauen traten in den dunklen Gang hinein. Zwei Türen konnte sie links und rechts in dem schmalen Flur ausmachen, während sie der anderen Frau folgte.
Das Zimmer in dem sich die beiden ungebetenen Gäste einquartiert hatten, war nach ihren augenblicklichen Maßstäben beinahe prunkvoll eingerichtet. Ein Bett, ein Tisch, ein Schrank, eine Truhe und viel Platz. Gemeinsam hatten die beiden Frauen die Umgebung des Hofes in der Abenddämmerung abgesucht und hatten sich dann dazu entschlossen sich im Hof einzuquartieren.
Die Umgebung war eigentlich recht gut einsehbar, wenn man von der Schlucht mit dem wilden Irrgarten und der Mine im Gebirge einmal absah. Zu zweit könnten sie sich auch zwei übersichtliche Punkte suchen um die Nacht über möglichst viel der Umgebung im Auge zu behalten, oder regelmäßig und abwechselnd Rundgänge durchführen.
Die Kälte machte Rinka zu schaffen, weshalb sie sich dazu entschlossen hatten, es sich in Raos Zimmer auf dem Hof gemütlich zu machen und abwechselnd hinaus zu gehen. Selbst unter ihrer Rüstung, eingewickelt in eine Robe und Umhang fror sie. Zwei bis drei Tage sollten sie vor Ort bleiben, alles im Auge behalten und wenn sie etwas entdecken würden, zurückkehren um Bericht zu erstatten. Sie würde jede kalte Nachtstunde davon hassen.
Flora verließ das Zimmer, machte einen Rundgang um den Hof und kehrte ebenso leise wieder zurück wie sie gegangen war. Im Licht der Kerze unterhielten sie sich. An Rinka war es hauptsächlich Fragen zu stellen, während Flora ihr Antworten gab. Die Kälte kroch langsam in ihre Glieder, auch die Decke, die sie auf dem Bett sitzend um sich herum geschlungen hatte half nur wenig. Etwa eine Stunde nach dem ersten Rundgang von Flora stand Rinka auf und löste sich damit aus dem um sie gelegten Arm unter der Decke, um den zweiten Rundgang zu übernehmen. Abwechselnd verließend die beiden immer wieder den Hof für ihre Rundgänge, bis die Nacht dem Morgen wich.
Flora



Joined: 29.05.2015 16:57
Messages: 7
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Die Nacht war kalt. Nicht, dass Flora soetwas störte.
Beim ersten Rundgang hatte sie es etwas eilig. Sie empfand Langeweile, dieses still herumsitzen oder Ausschau halten, ohne dass etwas passierte, war für sie viel zu ziellos, um in irgendeiner Form ein guter Zeitvertreib zu sein. Ein wenig drängte sich dazu das Gefühl auf, dass sie eigentlich zu viel erlebt hatte, um noch solche Aufgaben zu übernehmen.

Natürlich dachte sie auch nach, was hier am Hof los sein könnte. Johann hatte Vermutungen, aber mit ihm zu reden ergab sich nicht. Und Rao? Rao war kryptisch. Definitiv wusste Rao etwas und hielt es zurück. Was es wohl sein könnte? Vom Gefühl her hatte das nicht mit im Geringsten etwas mit Raos Kampf zu tun. Sie erinnerte sich schon an eine seltsame Andeutung Wochen davor. Also dehnte Flora ihren Rundgang etwas aus. Sie ging Schleifen in Richtung der Eulenburg und legte sich kurz am Hauptweg in die Wollgrasebene auf die Lauer. Etwas später näherte sie sich etwas mehr am Tor des Wanderns weiter östlich an.

Nichts. Ruhe. In der Nähe des Tors zu bleiben war in der Nacht eine dumme Idee, sie hatte oft genug von seltsamen Erzählungen gehört, die sie als Verteidigungsmechanismen einstufte. Also blieb noch dieses seltsame Heckenlabyrinth, eine Todesfalle im Fall der Fälle. Wenn dort jemand oder etwas war, dann waren hier die Gänge zu eng, alles zu sehr überwuchert und verwildert, um dort nicht nur unbemerkt auszukundschaften - vor allem war man dort auch wie auf einem Präsentierteller ausgeliefert, wenn man sich nicht gut genug auskannte. Dennoch schlicht sie ein wenig dort hinein.

Sie zog ihren Rapier, das schwarze Metall machte ihn in der Dunkelheit zu einer recht guten Waffe. Sie war leise und schlich durch die Gänge.


Später würde sie Rinka sagen, das Ganze am nächsten Tag fortzusetzen und den Tag über den Hof zu meiden.
Sir Said

Staff Elantharil

Joined: 14.12.2014 15:07
Messages: 290
Location: Technik
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Die Nächte sind kalt, aber sie sind nicht still. Allein die Tiere am Hof selbst bieten eine Geräuschkulisse.
Als es mehr Richtung Morgen geht, tritt zusätzlich noch Nebel auf, was nicht nur die Kälte feucht wirken lässt - es ist auch schwieriger etwas zu sehen.

Rinka wird es sein, die in einiger Entfernung Licht wahrnimmt, das aber garantiert nicht von den Wachen stammt. Sie kann sehen, wie es recht nah vom Hof ausgehend schwächer wird. Es entfernt sich also. Als sie diesem folgt, wird sie die östlicheren Wälder durchqueren und schlussendlich die Ursache des Lichts einholen. Auch wenn sie das schafft, wird sie mehr oder minder nur noch das Verschwinden einer unförmigen Gestalt bemerken.
Die Gestalt ist humanoid, aber es wirkt nicht, als wäre sie in Stoff gekleidet. Die Konturen sind kantig, die Bewegungen ungelenk. Nachdem die Gestalt verschwunden ist, kann sie den Ort genauer betrachten - es ist eine kleine vom Moos umgebene Ruine unweit östlich des Hofes. Es ist bekannt als ein Tor des Wanderns.

Es finden sich dort ansonsten kaum Hinweise, dass jemand da war. Ihre Fähigkeiten im Spurenlesen reichen dafür nicht aus, ähnlich wird es sein, falls sie Flora dort hinführt.
Am nächsten Tag ist Luna abgereist, sie würden die nächsten Nächte keinerlei weiteren Aktivitäten entdecken, so sie beobachten würden.
 
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