Lady Lidaelle
Staff Elantharil
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In einer Kundgabe an das Volk, tritt Lydia von Okram vor die Bewohner und gerade anwesenden Besucher der Stadt des Glanzes.
"Bürger und Besucher der Stadt des Glanzes,
schwere Zeiten liegen hinter uns. Und noch immer sind nicht alle Wunden verheilt, die der Angriff der eisigen Untoten über unser Reich gebracht hat. Viele von uns haben Freunde, Verwandte und Kameraden verloren. Andere tragen Wunden, die man nicht auf den ersten Blick erkennen kann. Auch der Prinz, mein Verlobter, wurde bei der Verteidigung der Schwarzfalkenfestung verwundet und ist derzeit nicht in der Lage, selbst vor Euch zu treten. Ich möchte aber, dass ihr alle wisst, dass unser Reich auch in dieser schweren Zeit nicht stillsteht. Und gerade deshalb möchte ich Euch heute eine gute Nachricht bringen.
Die Bibliothek der Stadt des Glanzes ist vollendet. Ihre Tore stehen Euch offen.
Ein Ort des Wissens ist entstanden. Ein Ort, an dem die Werke vergangener Zeiten bewahrt werden können, an dem Handwerk gelehrt, Geschichten erzählt und fremde Länder bereist werden können, ohne auch nur einen Fuß vor die Tore unserer Stadt zu setzen. Denn ein Volk besteht nicht allein aus seinen Mauern, seinen Schwertern und seinen Bäumen. Es besteht auch aus dem, was es weiß. Aus dem, was es erinnert. Und aus den Geschichten, die es seinen Kindern hinterlässt. Möge diese Bibliothek daher ein Ort werden, an dem ein Handwerker nach Wissen sucht, ein Gelehrter seine Gedanken vertieft, ein junger Mensch von fernen Ländern träumt und ein alter Mensch die Geschichten seiner Zeit niederschreibt, damit sie nicht mit ihm vergehen.
Wer ein Buch besitzt, dessen Wissen er mit anderen teilen möchte, der sei eingeladen, es der Bibliothek zu stiften. Über die Kirche können Bücher gespendet werden. Auch Taisenus Femar, der sich in den Diensten dieser Stadt als Schreiber um ihre Belange kümmert, nimmt entsprechende Buchspenden entgegen. Dabei soll es keine Rolle spielen, ob es sich um ein Werk über das Handwerk handelt, um die Chronik längst vergangener Zeiten, um Berichte aus fremden Reichen oder um Geschichten, die allein der Fantasie entsprungen sind. Solange ihre Worte nicht gegen Gesetz und Sitte verstoßen, soll die Bibliothek Raum für sie bieten.
Ich hoffe, dass Ihr diesen Ort annehmt. Nicht als ein weiteres Gebäude aus Stein. Sondern als einen Ort, der uns daran erinnert, dass selbst nach den dunkelsten Tagen etwas Neues entstehen kann. Dass wir trotz dessen, was wir verloren haben, noch immer etwas schaffen können. Dass unser Reich nicht nur aus dem besteht, was uns genommen wurde. Sondern auch aus dem, was wir gemeinsam bewahren und neu erschaffen. Möge Avia über diesen Ort wachen. Möge ihr Licht jene führen, die nach Wissen suchen, jene trösten, die Trost benötigen, und jene daran erinnern, dass Hoffnung selbst in schweren Zeiten ihren Platz hat.
Ich bitte Euch daher:
Besucht die Bibliothek. Nutzt sie. Füllt sie mit Euren Worten, Eurem Wissen und Euren Geschichten.
Und lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass die kommenden Generationen nicht nur von den Schrecken unserer Zeit erzählen werden.
Sondern auch davon, wie wir nach ihnen wieder aufgestanden sind.
Möge Avias Licht Euch alle behüten."
Lydia neigt den Kopf vor dem Volk und tritt zurück. Daraufhin verteilen Wachen und Bedienstete des Palastet einige Handzettel in der Stadt und hängen die Kundgabe der Prinzessin aus.
Im Namen der Stadt des Glanzes wird kundgetan:
Die neu errichtete Bibliothek der Stadt des Glanzes öffnet ihre Tore für Besucher.
Im Osten der Stadt, nahe dem Bergkamm und leicht westlich des Hauses von Antares gelegen, steht den Bürgern und Besuchern der Kaiserstadt ein Ort des Wissens, der Studien und der Geschichten offen.
Über zwei Etagen finden sich Tische, Stühle, Regale, Bücher und Schreibtische. Ein zugänglicher Balkon bietet Gelegenheit zum Verweilen. Für kalte Tage und lange Nächte stehen Öfen zur Verfügung.
Den Besuchern stehen sowohl große Studierzimmer zur Verfügung, in denen gemeinsam an Werken gearbeitet und über deren Inhalte beraten werden kann, als auch ruhige Ecken für jene, die sich ungestört ihren Studien oder einer guten Geschichte widmen möchten.
Aufruf zu Buchspenden
Die Bibliothek soll nicht nur ein Ort sein, an dem Bücher gelesen werden.
Sie soll ein Ort sein, an dem Wissen aus dem gesamten Reich zusammengetragen und für kommende Generationen bewahrt wird.
Daher sind Buchspenden ausdrücklich willkommen.
Gesucht werden unter anderem:
* Werke über Handwerk und Handwerkskunst
* Schriften über Geschichte und vergangene Zeiten
* Berichte und Erzählungen aus fremden Reichen
* Reiseberichte und Aufzeichnungen
* Werke über Wissenschaft und Gelehrsamkeit
* Geschichten, Sagen und Legenden
* fantastische Erzählungen und andere Werke der Vorstellungskraft
Voraussetzung ist, dass die Inhalte nicht gegen Gesetz und Sitte des Kaiserreiches verstoßen.
Bücher können über die Kirche gespendet werden. Ebenso können Buchspenden an Taisenus Femar, den Schreiber der Stadt und oberste Stimme ihrer städtischen Leitung, herangetragen werden.
Ein offizieller Beauftragter der Bibliothek wurde bislang noch nicht benannt. Interessenten, die diese Aufgabe übernehmen möchten, können sich entsprechend melden.
Ein Bürgerbrief der Kaiserstadt ist für diese Aufgabe gerne gesehen, stellt jedoch keine Voraussetzung dar.
Für Buchspenden, bei denen ein Gegenwert erwartet wird, steht die Annahme derzeit nicht zur Verfügung. Die Bibliothek bittet in diesem Falle um Verständnis.
Die Bibliothek soll allen offenstehen und entsprechend von jedem in angemessener Weise genutzt werden können.
Möge das Wissen, das hier gesammelt wird, den Menschen des Kaiserreiches dienen und auch in kommenden Zeiten bewahrt bleiben.
Im Namen der Stadt des Glanzes
und unter dem Segen Avias
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