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Ihr Kopf tat höllisch weh. Was hatte sie gestern gemacht?
Nach Dengra wollte sie, um Seide zu kaufen bei dem Mann mit dem großen Haus.
Einiges konnte sie nicht verstehen, was passiert war.
Das Haus in Dengra, in dem sie untergebracht war, glänzte und war von oben nach unten geputzt und sauber gemacht.
In der Kiste befand sich das Kleid für die Kaiserliche.
Wie kam es da hin? Wann kam es da hin?
Besser gesagt, wann hatte sie es beendet?
Gestern war es noch nicht ganz fertig, oder?
Ihr fiel es viel schwerer als sonst, sich an irgendetwas zu erinnern.
Ihre Fäden ware waren voll neuer Knoten und in einem der dunklen Fäden war einer der von ihr für „blau“ verwendet wird, doch erklären konnte sie es sich nicht. Was das bedeutet auch nicht.
Obwohl sie gerade erst wach geworden war, wollte sie weiterschlafen.
Bis die Augen zugingen, starrte sie vorzugsweise eigentlich nur an die Wand und ihre Fäden.
Dass sie Ohrringe besaß, stellte sie erst einige Tage später bei Luna fest.
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Ein Kleid aus Brokat für eine Adlige, die im Rat sitzt.
Kaum hatte sie die Arbeiten für die Klinge des Kaisers beendet und zusammengelegt in der Truhe hinterlassen, zog es sie in die Stadt. Ein sehr freundlicher Mann zeigte ihr viele Häuser und Zukunftsmusik machte sich in ihrem Herzen breit. Auch wenn sie seinen Namen schon wieder vergessen hatte und ihn auch nicht notiert hatte, konnte sie sich gut an die Häuser erinnern. „Ich sollte mit Luna darüber sprechen, vielleicht hat sie eine ganz andere Idee.“ An Lunas Hofe eingekehrt und sich breit gemacht mit Goldfäden und Stoffen hatte sie nur ihren neuen Auftrag im Kopf. Der Anfang wollte ihr jedoch nicht gelingen. „Ich brauche meine Modelle von Luna zurück.“ Wieder bemühte sie sich die Arbeit am Hof nicht zu vernachlässigen. In ihr Zimmer konnte sie derzeit nicht wirklich einen Zentimeter weit gehen. Alles auf dem Boden und Wänden war voll mit bemalten Papier und Stoffhaufen. Der weg zur Tür war zumindest soweit frei. „So komme ich nicht weiter ich muss damit bald anfangen, man sollte eine adelige Dame nicht warten lassen. Mein Meister wird sicherlich über so ein Meisterstück erfreut sein. Wenn der Mann mit dem großen Haus mir vielleicht schonmal den möglichen Schmuck zeigen könnte… ja. Ein Anfang!“ Die Zeichnungen stapelnd und die Stoffberge, die Trotz allem zusammengelegte Türme waren, packte sie zusammen. Luna konnte so das Zimmer bei bedarf jemanden zur Nacht anbieten. Sie wollte diesen Auftrag so schnell sie konnte beenden.
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"Hallo Meister Rondberg,
ich wollte Euch Bescheid geben, dass ich leider für längere Zeit nicht kommen kann.
Ich habe im Moment viel gute Arbeit für das Kaiserreich.
Falls Ihr etwas benötigt, schreibt mir, dann komme ich zu Euch.
Ihr erreicht mich entweder in Dengra oder bei Luna auf dem Hof.
Viele Grüße
Clementine"
Die Mehrheit des Textes sah aus wie eine schöne Handschrift, nur Clementines Name selbst war eindeutig in einem anderen Stil geschrieben.
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"Clementine bietet auf selbstgenähtes kostenfreie Stickereien an."
Ein unscheinbarer Aushang, in etwas krakliger Handschrift hängt seit kurzem in der Stadt des Glanzes im Bankgebäude.
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"Hallo liebe Luna,
Ich verstehe nun langsam welche Möglichkeiten dies für dich bietet und ich werde dich sehr gerne dabei unterstützen. Leider bin ich mit meinen Arbeiten noch nicht so bekannt, wie zum Beispiel Magnus. Ich bin daher auf Laufkundschaft angewiesen. Mich zieht es dann eher an einen belebten Ort. Wir können uns gerne unterhalten.
In liebe
Clementine Rockstroh"
Dieser Brief ging ins Juwel und wird luna beim betreten der bank übergeben.
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Im Austausch von einer gewissen Menge Münzen schrieb jemand für Clementine genau auf was sie diktierte:
"Liebe Luna,
Es tut weh Dich so lange nicht zu sehen. Aber Wein klingt wirklich wunderbar! Ich weiss nicht wohin es mich nun zieht, denn jetzt habe ich keinen anderen Ort mehr in der Nähe der Stadt. Vielleicht bin ich gezwungen dauerhaft in den Norden zu ziehen. Vielleicht versuche ich mir einen Namen zu machen, um für die adligen Herrschaften am Hof arbeiten zu können. Aber vielleicht zieht es mich auch zu Dir, sobald ich den neuen Hof gesehen habe. Was passiert denn mit dem Alten? Gibst Du ihn ganz auf? Er war so schön und liebevoll eingerichtet. Was ist passiert? Ich möchte mir so gern deine Geschichte anhören. Sag mir wo und wann ich dich besuchen kann? Ich freue mich schon so dich wieder zu sehen.
In liebe
Clementine."
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„Tauch vor jeden Stich die Nadel in das hier.“ War ein Satz aus vergangenen Tagen er hallte wie ein Echo im leeren Raum.
Einige Wochen war sie schon wieder am Hof, aber Luna war nicht zu sehen. Sie fütterte die Tiere und pflegte die Bäume vergaß fast völlig , dass sie inzwischen ein eigenes Handwerk hatte dem sie nach gehen sollte. Die Aufträge waren schon in weite ferne gerückt und erst als sie sich einen Knoten machen wollte, wann sie erneut ernten könnte sah sie die vielen Knoten. Selbst diesen einen hatte sie bereits verdrängt und betrachtete einen grünen Faden. An dem Abend hatte sie alles in ihre Schublade geräumt, sie zu gemacht und alles vergessen. Nun lag sie da gefühlt eine Ewigkeit die Fäden anstarrend und abwechselnd mal zur Decke blickend. „Was bedeutet dieser Knoten?“ Sie rieb ihn, streichelte ihn und bat ihn darum mit ihr zu reden, doch er blieb stumm. Mit dem Stock auf ihrem Kopf schlief sie ein. Mitten in der Nacht als sie etwas wach wurde um sich umzudrehen, fiel der Stock auf den Boden mit einem lauten tock. Sie schrak auf und sah sich im dunklen Zimmer um. Auf dem Schubladenschrank stand eine Phiole dessen Inhalt leicht schimmerte. Sie nahm sie in die Hand und tauchte eine ihrer vielen Nadel hinein. Ein einzelner Tropfen blieb an der Spitze hängen. Mit einem streif am Rand der Phiole rann der Tropfen zurück. Das machte Clementine ein paar mal. Ein „Ah“ durchbrach die Stille, gefolgt von einem „jetzt weiss ich es wieder.“ Auf dem Boden bereitete sie einen leicht gräulichen, leicht noch klebrigen und besonders duftenden Stoff aus. Sie übertrug ein paar Werte auf den Stoff und kramte eine dunkle Schere aus ihrer Tasche. Das entfachte Kerzenlicht flackerte immer wieder etwas und wurde nach und nach von der langsam aufgehenden Sonne abgelöst. Um sie herum lagen wild zusammengenähte Stoffreste und Fäden, die teilweise schimmerten. Sie wischte sich mit dem Unterarm über die Stirn. „Hm.“ Sie betrachtete ein aus Stückchen zusammengesetztes Puppen großes Kleidchen, vernähte das letzte Stück vom Faden und hielt es ins Licht. Der Stoff war überhaupt nicht mehr so klebrig und fühlte sich sehr weich an. Die Nähte betrachtete sie genau jedes Mal hatte sie bisher aus Gewohnheit vergessen mindestens einmal die Nadel einzutauchen, aber diesmal … diesmal nicht. Der zugeschnittene Stoff lag immer noch unangetastet da. Sie stand auf streckte sich und verschwand in den weiten des Hofes. Gegen Mittag kam sie zurück sah auf den Stoff und legte sich für einen Mittagsschlaf ins Bett. Auf der Seite liegend die Augen aufschlagend war das erste was sie sah die halb volle Phiole. Dann glitt sie aus dem Bett und suchte nach der anderen, die er ihr mal gegeben hatte. „Irgendwo muss sie sein.“ Gefunden! Jetzt aber begann sie und sie nahm sich Zeit und die brauchte sie auch. Es dauerte viel länger als für gewöhnlich. Mehrere Tage setzte sie sich dran und ungefähr am 5. Tag konnte man erahnen was es werden sollte. Fertig war sie noch immer nicht. Immer wieder kontrollierte sie jeden Naht Abschnitt und wenn sie auf dem Stück einmal das eintauchen vergessen hatte trennte sie den ganzen Faden raus und machte es nochmal. Vielleicht ginge es auch nur ein Teilstück raus zu nehmen, aber die Knoten auf halber Strecke könnten auf der Haut reiben und sähen nicht so schön aus. „Bald fertig.“ Und so wurde „vor jeden Stich.“ Zu einem Mantra was sich eingebrannt hatte.
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Mindestens zwei Tage saß Clementine abends bei Magnus am Spinnrad und nahm sich ein Scharfswollebüschel nach dem nächsten. Drehte das Rad und spann die Wolle zu Faden. Erst Kämmen dann zwirbeln und einspannen. Ihre Finger taten wie jedes mal weh, wenn sie mehr als nur eine kleine Ladung spann.
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"Hallo Magnus.
Ich komme zurück.
Clementine"
Recht kraklig kommt diese Nachricht letzte Woche schon bei Magnus an.
(Tine ist wieder im Norden und auch kes müsste mal vorbei kommen. Sag bescheid wenn es bei dir passt.)
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"Hallo Luna!
bin nun bei Magnus.
Clementine"
Eine Kurze Nachricht in sehr krakeliger Handschrift. Eigentlich kann man nur den Namen der Absenderin gut lesen.
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Es ist ein Brief für Luna hinterlegt im Juwel. Faisal half beim schreiben.
"Luna!
Ich musste abreisen, es war zu heiss. Ich bekam das Leder nicht gegerbt und traf Takama nicht mehr an. Ich hoffe die Goldbarren wird mir jemand anderes zu Fäden machen.
In Liebe
Clementine"
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Ein Brief in ihm vielleicht bekannter Handschrift gelangt in den Norden. Belus hatte für Tine geschrieben.
"Mein werter Meister,
Ich komme zurück. Noch bin ich in Dengra. Habt ihr noch Aufträge? Die anderen habe ich erledigt.
Bis bald!
Clementine Rockstroh."
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Clementine (Tine) hatte nun mehrere Wochen damit verbracht der Bitte nach zu kommen. Ein paar Handschuhe herzustellen die auf der Innenseite Silber eingearbeitet haben. Erst dachte sie an Seidenhandschuhe, aber der dicke Draht machte die Vorteile des feinen beweglichen Seidenstoffs zunichte. Nach einem spannenden Gespräch mit ihrem Lehrer fand sie neue Ideen. Es sollten Lederhandschuhe werden, vielleicht noch gefüttert mit Wolle. In der hand Innenseite sollten an jeder Fingerspitze eine Niete sitzen aus Silber. In der Handfläche sollte ein Muster mit dem Silberdraht gestickt sein eine Spirale in dessen Zentrum auch eine Niete sitzt, wie der Kopf einer Schlange. An den Nähten der einzelnen Finger soll entlang auch jeh ein kurzes Stück Draht eingearbeitet werden. Sie hatte sich ein Stück Papier besorgt und malte den Umriss ihrer Hand darauf. Zudem zeichnete sie die stellen ein wo Draht und Nieten sein sollten. An die Seite malte sie komische Symbole und etwas das entfernt wie ihr eigener Name aussah. Dann noch ein paar Striche es könnten Zahlen sein, vielleicht der Preis für das ganze? Sie Nickte ein wenig zu dem Papier das hier in der Bank von Dengra vom Kerzenlicht schwach beleuchtet wird. Rollte es zusammen und steckte es weg. "Das werd ich ihr zeigen. Mal sehen was sie sagt."
(Wusste nicht genau wohin...)
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" Hallo liebe Luna,
Ich komme zu dir, aber ich mache eine Rast in Dengra um mich an das Wetter zu gewöhnen.
Bis bald deine
Ckementine Rockstroh"
Der Brief wurde Odin diktiert.
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"Hallo werte Luna.
Baumwolle ist wunderbar. Ich würde mich darüber freuen.
Hier ist es kalt, aber es geht. Bald komme ich zurück, um mir das Schreiben beibringen zu lassen. Leider kam Alkanet mich bei Magnus nicht besuchen. Ich tüftel gerade an Handschuhen mit Silberfäden. Nicht so einfach. Hoffentlich sehen wir uns bald.
Viele Güße aus dem Norden.
Clementine Rockstroh"
Ein Brief kam im Juwel für Luna an.
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